Die Brauerei

Ausrüstung

Wer in der Nähe eine Brauerei wohnt (ist in München relativ leicht) oder während des Brauens an einer Brauerei vorbei gefahren ist, der kennt sicher den Geruch von Maische. Nun mag diesen Geruch in der Familie bisher nur eine Person. Von daher gab es einige Vorbehalte. Also machte ich mich auf die Suche, um möglichst viel der Ausrüstung kostengünstig zu erwerben, um den Hausfrieden gerade hängen zu lassen. So konnte ich einen alten Einkocher (mit Entsafterfunktion) von Freunden bekommen und bestellte noch das Notwendigste bei Hopfen und Mehr. Ich habe nach reichlicher Lektüre einen zweiten Gäreimer bestellt, damit ich die „Sauerei“ soweit wie Möglich in Grenzen halten kann (das war die Sorge Nummer 2). Damit besteht meine Ausrüstung jetzt aus:

  • Isolierter Einkocher zum Maischen und Hopfenkochen
  • Zwei Gäreimer zum Gären und Abfüllen
  • MattMill Läuterblech
  • Bierspindel und Spindelgefäß
  • „Sputnik“ Filter
  • Thermometer
  • Oxi-Clean zum Reinigen
  • 3m lebensmittelechter Schlauch
  • Jod
  • Abfüllröhrchen
  • Kronkorker „Greta“
  • Anmeldung beim HZA München als Haus- und Hobbybrauer

Der Brautag

Und so sieht dann ein Brautag inkl. Gärung und Abfüllung aus:

Schritt Bild
Die Ausrüstung Ausrüstung
Gute Vorbereitung ist alles Start
Wir brauchen viel Wasser Wasser
Die kleine Brauchemie um Wasser weich und Geräte sauber zu bekommen Chemie
Viel gutes Malz malz
Und schon kanns mit dem Maischen losgehen. Wir (bzw. die Enzyme im Malz) lösen jetzt Stärke in vergärbaren und unvergären Zucker um. Maischen
Um zu prüfen ob wirklich die ganze Stärke in Zucker umgewandelt ist, verwendet man Jod, welches sich in Verbindung mit Stärke bläulich färbt. Jodprobe
Danach wollen wir das Malz bzw. den Treber von der Würze trennen. Läutern
Dazu filtern wir alles einfach durch den Treber bis wir klare Würze bekommen. Läutern
Und dann kommt alles in den Kochtopf. Läutern
In der Zwischenzeit haben wir auch unseren Hopfen abgewogen und vorbereitet. Hopfen
Ein schöner Treberkuchen bleibt übrig und kann z.B. zum Brotbacken oder fürs Müsli genutzt werden. Treber
Die Würze muss jetzt mind. 60 Minuten kochen um zum einen einige unerwünschte Stoffe zu entfernen und zum anderen damit der Hopfen seine Bitterkeit entfalten kann Kochen
Am Ende dreht man das Jungbier kräftig an und erzeugt einen “Whirlpool”. Damit wird gesorgt, dass sich die Hopfenreste und andere Stoffe am Boden in der Mitte sammeln. Whirlpool
Und jetzt ist des Brauers Einfluss fast zu Ende und man hat ca. 21 Liter Jungbier im Gäreimer. Jungbier
Wir messen noch den Erfolg des Brautages. Die Stammwürze verrät uns wieviel Zucker wir aus dem Malz gewonnen haben. Zudem lässt sich aus dem Anfangswert und dem Wert nach der Gährung der ungefähre Alkoholgehalt errechnen. Messen
Jetzt kommt unser Freund die Hefe ins Spiel. Sie vergärt den Zucker zu Kohlensäure und Alkohol und gibt dem Bier einen speziellen Geschmack. Hefe
Ganz spezielle Aromen erhält das Bier, wenn man nach der Gährung nochmals Hopfen zugibt (“Stopfen”). Der Hopfen gibt hierbei nur Aroma ab und keine Bitterkeit. Stopfen
Nun noch alles in Flaschen abfüllen und für ca. 2-4 Monate zum Reifen lagern. Prost! Fertig
updatedupdated2020-12-132020-12-13