Linux auf dem Desktop

Wie kam es dazu?

Um ehrlich zu sein, kann ich mich gar nicht mehr genau daran erinnern. Mein Vater hatte nach dem 286er und 386er einen Unix-Rechner für CAD. Das war in der 80ern. Ich weiß noch wie ich blind die drei Befehle eingeben musste um ins Zeichenprogramm zu kommen :smiley:. Dennoch war es lange Windows, welches mich auf dem Desktop begleitete, als Spieler leider auch unumgänglich. Im Studium Ende der 90er hatte ich dann den ersten Kontakt mit SUSE Linux. Hatte mir dazu auch in der Bücherei ein Buch samt CD geliehen und damit etwas experimentiert. Am Ende denke ich, dass es zum einen der fehlende Use-Case war und zum anderen die Desktops doch noch sehr…naja…einfach waren. Ein paar Jahre später kam Ubuntu, und ich müsste hier bei Version 7 oder 8 eingestiegen sein. Es fand auf dem Rechner und einer eigenen Partition Platz und wurde zum Surfen und Mailen genutzt. Mit der stetigen Verbesserung von Ubuntu und dem Einzug eines günstigen Laptops 2009, wurde auf diesem “Office” Gerät nur noch Linux installiert. Seit dem läuft Windows auf dem Laptop gar nicht mehr und auf dem Desktoprechner parallel zu Windows 10.

Warum sollte man Linux benutzen?

Die große Mehrzahl der Computerbenutzer surfen, mailen oder arbeiten mit ihrem Rechner. Wenn es also um diese Standardanwendungen geht, kann man Windows sofort ersetzen. Linux läuft stabil auch auf alter Hardware und ist viel resilienter gegen Angriffe.
Da Linux freie Software ist, spart man sich natürlich Geld und bekommt viele Programm umsonst. Wenn man sich etwas mit den Grundlagen beschäftigt, kann man sich auch ein komplett individuelles und quasi unkaputtbares System bauen und man ist Herr über die Software und nicht andersrum. Und das Beste ist, dass man Linux nicht mal installieren muss. Es lässt sich wunderbar auch via USB Stick booten und man kann damit arbeiten und es ausprobieren.

Was ist denn gegen Windows einzuwenden?

Zunächst nichts. Ich fand Windows 7 das beste Windows aller Zeiten, aber auch Windows 10 macht seinen Job relativ ordentlich. Allerdings hat es Microsoft mit seiner ganzen Strategie was Datenschutz und “Telemeterie” angeht doch stark übertrieben. Es gibt aber Andwendungsfälle, bei denen auch ich auf Windows setze. Sollte jemand z.B. mit Adobe Produkten oder anderer Software arbeiten, welche nur auf Windows läuft, dann führt kein Weg dran vorbei. Auch ist meiner Meinung nach Videoschnitt noch nicht ganz da (Funktion, Performance, Verfügbarkeit), wo Windows Programme sind. Und natürlich Spiele, welche auf eine perfekte Zusammenarbeit von Grafikkartentreiber und Hardware ausgelegt sind.

updatedupdated2020-11-082020-11-08